Urteil im Elbchausse-Prozess steht bevor


In dem Verfahren gegen die fünf Angeklagten aus Frankreich und
Frankfurt/Offenbach sind insgesamt noch 5 Termine angesetzt. Nachdem
bereits kurz nach Beginn der Verhandlungen im Dezember 2018 die
Öffentlichkeit im Gerichtssaal ausgeschlossen wurde, ist sie nun für die
letzten Verhandlungstage (für eine begrenzte Personenanzahl und mit Personalienangabe) wieder zugelassen:

17.6.20: 9:15 Uhr Erklärung von Loic (Verlegung in Saal 237 - für die
vielen Leute draußen wird diese Erklärung dann auch draußen verlesen werden)

22.6.20: 15:00 Uhr Plädoyer der Staatsanwaltschaft

23.6.20: 10:00 Uhr Plädoyer der Verteidigung

3.7.20: 8:00 Uhr Plädoyer der Verteidigung

9.7.20: 9:00 Uhr Letztes Wort der Angeklagten

10.7.20: 10:00 Uhr Urteil

Jeweils ab 8:15 Uhr Kundgebung vorm Gericht.

Kommt zu den letzten Verhandlungstagen und den Kundgebungen vor Gericht
und zeigt, dass wir die Betroffenen nicht alleine lassen! Freiheit für
Loic und die 4 Angeklagten aus Frankfurt/Offenbach!

Knast ist mit Abstand am Schlimmsten!


Kommt zu den Parkbank-Prozess-Kundgebungen!

Dienstag den 28. und Donnerstag den 30.4. von 8:00-10:00 Uhr
Strafjustizgebäude, Sievekingplatz.

Falls ihr die Genoss_innen im Gericht solidarisch unterstützen wollt, beachtet bitte, dass aktuell nur 18 Menschen der Verhandlung im Saal beiwohnen dürfen. Alle müssen ihre Persos am Eingang kopieren lassen und sich an ständig wechselnde Verhaltensregeln innerhalb des Gerichtes halten.

Wir dokumentieren im Folgenden den Aufruf des "Solidaritäts Service Teams"

Knastgefahr! Unterstützt Toto vorm Landgericht: 16.4. 8:30Uhr


Berufungsprozess gegen Toto am 16. April 2020 in Hamburg

Genoss*innen unterstützen - Versammlungsfreiheit durchsetzen

Kampf ihrer Klassenjustiz - Free Toto!

Am 6.9.2019 wurde Toto zu einer Haftstrafe von einem Jahr und vier
Monaten ohne Bewährung verurteilt. Er wurde am Rande einer Spontandemo
im Nachklang der von der Polizei gewaltsam zerschlagenen „Welcome To
Hell“-Demo am 6.7.2017 während den Protesten gegen den G20-Gipfel in
Hamburg festgenommen. Er soll für einen Flaschenwurf verantwortlich
sein, zudem wurde ihm Widerstand, tätlicher Angriff und versuchte
gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Getroffen hat es einen, gemeint sind wir alle! #FreeToto
Versammlungsfreiheit durchsetzen – auch in Zeiten von Corona!

Donnerstag, 16.4.2020
9 Uhr , Landgericht Hamburg (Sievekingsplatz 3), Saal 160
Kundgebung ab 8.30 Uhr

Für mehr Infos

Vorerst keine persönliche Beratung

Liebe Genoss*innen,

aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie können wir unseren wöchentlichen
Rote Hilfe-Beratungstermin vorerst nicht mehr anbieten. Wir sind aber
weiterhin per Email unter hamburg@rote-hilfe.de erreichbar (gern
verschlüsselt, unser key findet sich auf unserer Homepage), wenn ihr
Fragen habt, Repression erfahrt oder unliebsame Post bekommt.

Beste Grüße und bleibt alle gesund!
RH HH

Solidarität mit den 3 von der Parkbank – die Gefangenen nicht vergessen!

Die Auseinandersetzung mit dem Corona-Virus verlangt uns allen im Moment vieles ab, sorgt für Verunsicherung und Angst, und auch für Vereinzelung und Isolation. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir aufeinander aufpassen und uns solidarisch verhalten. Einige Ansätze zur gegenseitigen Unterstützung und Vernetzung sind in den letzten Tagen entstanden und müssen in nächster Zeit weiterentwickelt und erprobt werden.
Uns muss dabei klar sein, dass die Marginalisierten der Gesellschaft auch in der aktuellen Situation vor weitaus größeren Problemen stehen und wesentlich gefährdeter sind, als die meisten anderen.

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens betreffen auch unsere Gefährt*innen, Freund*innen und Genoss*innen im Knast und die Strafverfolgten außerhalb der Knastmauern direkt und indirekt.
[...]

ABGESAGT - Kundgebung zum Tag der politischen Gefangenen am 18.3. am U-Knast


----------- ABGESAGT:
Die Kundgebung fällt aufgrund der aktuellen Corona-Situation aus. ---------

Parkbänke zu Barrikaden!
Freiheit für die 3 von der Parkbank und alle (politischen) Gefangenen!

Der Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen erinnert an die Aufstände der Pariser Kommune im Jahr 1871 sowie ihre Zerschlagung und die nachfolgende Repression gegen Zehntausende. 1923 wurde der 18. März von der Internationalen Roten Hilfe zum Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen erklärt. Nach dem Faschismus fanden erst im Jahr 1966 wieder Aktionen zu diesem Tag statt und das weiterhin bis heute.
Weltweit wie auch hier in Deutschland ist es immer noch Realität, dass Menschen aufgrund ihrer politischen Aktivitäten eingesperrt und verurteilt werden. Gegen kurdische Genoss*innen werden u.a. in PKK-Verfahren deutschlandweit hohe Haftstrafen verhängt. In Hamburg sitzen nach den NoG20-Aktivitäten immer noch Menschen im Knast. Loic wurde nach langen Monaten der Untersuchungshaft Ende Dezember unter Auflagen vorläufig haftverschont. Im Juli letzten Jahres wurden 2 der 3 Parkbank-Gefährt*innen in Untersuchungshaft genommen und auch Musa Aşoğlu und Erdal Gökoğlu wurden als §129b Gefangene zu langen Haftstrafen verurteilt.
Knast bleibt weiterhin das Mittel, um politische Gegner*innen aus dem Verkehr zu ziehen.

Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Anquatsche vor der Sprachschule


Verfassungsschutz versucht, kurdischen Genossen „zum Schutz
Deutschlands“ anzuwerben

Auf dem Heimweg vom Deutschkurs hat der Verfassungsschutz Mitte Februar
einen kurdischen Genossen abgepasst und anzuwerben versucht. Als ihm
klar wurde, mit wem er es zu tun hat, brach dieser das Gespräch ab – und
ermutigt nun andere Betroffenen, ebenfalls an die Öffentlichkeit zu gehen.

29. Juni: Auf zur solidarischen Prozessbegleitung nach Lüneburg!


Hände weg von Antifa-Symbolen – Weg mit dem Verbot der PKK!

Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen und die Antirepressionsgruppe Lüneburg rufen zur solidarischen Prozessbeobachtung auf:

Am Montag, 29. Juni 2020 findet in Lüneburg ein Prozess vor dem
Amtsgericht statt. Angeklagt ist ein Lüneburger Antifaschist, der im
März 2018 eine Antifa-Enternasyonal-Fahne auf einer Demo in Lüneburg
getragen hat. Die Staatsanwaltschaft sieht in diesem Antifa-Symbol ein
verbotenes Zeichen. Wegen einem angeblichen Verstoß gegen das
Vereinsgesetz (PKK-Verbot) ist der Genosse nun angeklagt.
Hier soll ein Präzedenzfall geschaffen werden, um die Fahne zu verbieten.

Im Moment wird das Symbol in der BRD nur durch die Staatsanwaltschaft
Lüneburg verfolgt. Neben der beschlagnahmten Fahne aus Lüneburg, gab es
nur im benachbarten Celle einen vergleichbaren Fall. Überall sonst kann
die Fahne problemlos mitgeführt werden. Gerade in den letzten Tagen
wurde sie bundesweit bei verschiedenen Demos und Aktionen wegen dem
rassistischen Anschlag in Hanau mitgeführt. Auch in Lüneburg wurde vor
und nach der Demo und Beschlagnahmung der Fahne im März 2018,
das Zeigen der Fahne nicht verfolgt.

Montag, 29. März 2020, 12:30 Uhr
Amtsgericht Lüneburg (Am Ochsenmarkt 3 / Marktplatz)
oder 12:15 Uhr
Infocafé Anna & Arthur (Katzenstraße 2)
um gemeinsam rüber zu gehen

Fall von Bespitzelung in Hamburg vor, während und nach dem G20 veröffentlicht


Liebe Genoss*innen,

Repression rund um den G20-Gipfel ist kein neues Thema. Polizisten prügeln und kommen davon, Genoss*innen werden wegen angeblichem Widerstand verhaftet und sitzen aufgrund völlig überzogener Strafen in Haft. Alles nichts Neues. Bespitzelungen und Überwachungen wurden als weiteres Repressionsinstrument lange vermutet.

Nun ist sicher, dass es zumindest in einem Fall passiert ist: In Hamburg kam es von April-Oktober 2017 zu einer Überwachung eines Genossen durch die Repressionsbehörden. Dies wurde Mitte Januar 2020 bekannt, nachdem die Polizei Hamburg über die Maßnahme postalisch informierte.